Neue Gesichter und neue Inhalte
Für Hunderte Erstklässler aus dem Linthgebiet beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Auch auf die Lehrer kommen Neuerungen zu.
Für Hunderte Erstklässler aus dem Linthgebiet beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Auch auf die Lehrer kommen Neuerungen zu.
Im Linthgebiet beginnt am Montag für rund 650 Kinder der Ernst des Lebens – sie kommen in die erste Klasse. Diesen Schritt haben andere Schüler längst hinter sich: Rund 670 Kinder aus der Region treten jetzt in die Oberstufe über.
Lehrplan 21 kommt
Mit dem neuen Schuljahr tritt auch der neue Lehrplan 21 in Kraft. Er löst den Vorgänger aus dem Jahr 1997 ab. Unter anderem bringt er neue Fächer. Zum Beispiel wird ab der fünften Klasse Medien und Informatik (MO) unterrichtet. Auch das Fach Ethik, Religionen, Gemeinschaft (ERG) für Schüler der dritten bis sechsten Klasse ist neu. Die Eltern können hier entscheiden, ob ihre Kinder von Lehrpersonen der Schule oder der Landeskirchen unterrichtet werden. Den bisherigen Religionsunterricht gibt es weiterhin, allerdings weniger Stunden.
Dem neuen Lehrplan liegt eine sogenannte Kompetenzorientierung zugrunde: Während Lehrpläne früher beschrieben, was unterrichtet wird, steht jetzt drin, was die Schüler am Ende wissen und können sollen. Überfachliche Fähigkeiten wie beispielsweise Sozialkompetenz sollen stärker gefördert werden.
Neue Ausbildungsrichtungen
Das neue Schuljahr bringt auch für 1170 ältere Schüler etwas Neues: Sie starten an den sechs st. gallischen Mittelschulen ihre Ausbildung. Die neuen Schüler lernen in insgesamt 52 Klassen. In einem Klassenzimmer sitzen also im Durchschnitt 22,5 Kinder.
Neu ist die Informatikmittelschule. An den Kantonsschulen Brühl St. Gallen und Sargans beginnen damit insgesamt 32 Schüler. Sie streben einen Abschluss als Informatiker mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und eine kaufmännische Berufsmaturität an.
Ein vergleichbares, ebenfalls neues Angebot mit technischer Berufsmaturität, bietet die Berufsfachschule in Rapperswil an (die «Südostschweiz» berichtete mehrfach).
Viele gehen ans Gymnasium
Neben der Informatikmittelschule gibt es an den st. gallischen Mittelschulen weiterhin die Lehrgänge Gymnasium, Fachmittelschule und Wirtschaftsmittelschule. Die meisten Schüler entscheiden sich für das Gymnasium. 904 der 1170 neuen Mittelschüler treten in eine Gymnasialklasse ein – das sind fast 80 Prozent. Insgesamt gibt es im Kanton 40 neue Gymnasialklassen.
Fast ein Drittel der neuen Gymnasiasten strebt eine zweisprachige Maturität in Deutsch und Englisch an. Im neuen Schuljahr wird in mehr Fächern teilweise auf Englisch unterrichtet.
An den Fachmittelschulen gibt es neu den Lehrgang Kommunikation und Information. Er bereitet auf Kommunikations- und Informationsstudiengänge an Fachhochschulen vor und vermittelt berufliche Praxis in den Bereichen Medien, Information und Werbung.
Dieses neue Berufsfeld rundet das bisherige Angebot ab. Bislang gab es die Lehrgänge Pädagogik, Gesundheit, Soziales sowie Bildnerisches Gestalten. Zum neuen Schuljahr haben sich 191 Schüler für die verschiedenen Berufsfelder der Fachmittelschule angemeldet.
Zu den neuen Mittelschülern gehören ausserdem 45 Schüler, die an die Wirtschaftsmittelschule kommen. Die nächsten Schulferien, die anstehen, sind die Herbstferien. Sie beginnen am Montag, 2. Oktober, und dauern drei Wochen.
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