Nach Rassismus-Urteil: Die andere Seite spricht
Die Staatsanwaltschaft Glarus hat den Vater des Aargauer SVP-Nationalrates Andreas Glarner wegen Rassismus verurteilt. Hans-Rudolf Glarner hatte sich in einem Dokfilm des Schweizer Fernsehens SRF abschätzig über Schwarze geäussert. Wir haben mit dem Gastronom des «City» und des «Club» in Glarus gesprochen.
Die Staatsanwaltschaft Glarus hat den Vater des Aargauer SVP-Nationalrates Andreas Glarner wegen Rassismus verurteilt. Hans-Rudolf Glarner hatte sich in einem Dokfilm des Schweizer Fernsehens SRF abschätzig über Schwarze geäussert. Wir haben mit dem Gastronom des «City» und des «Club» in Glarus gesprochen.
Herr Zimmermann, Ihr Mitarbeiter wurde in einer SRF-Dokumentation wegen seiner Hautfarbe beleidigt. Wie hat er das erlebt?
Er hat die ganze Aufregung erst gar nicht richtig verstanden. Er war ja im Ausland, als die Sendung ausgestrahlt wurde. Als er zurückkehrte, war es ihm unangenehm, aber schliesslich auch egal.
Sie haben sich öffentlich für ihn gewehrt. Wie waren die Reaktionen?
Ich habe einige seltsame Briefe erhalten. «Raus mit den afrikanischen Schmarotzern» stand zum Beispiel – mit Absender. Das war schon starker Tobak. Ich habe aber nichts unternommen, auf dieses Niveau wollte ich mich nicht herunterlassen.
Haben Sie die Anzeige gegen Hans-Rudolf Glarner erstattet?
Nein, ich habe keine Anzeige erstattet.
Was sagen Sie zur Verurteilung?
Ich finde sie richtig. Der Sohn selber hat auch schon genug so Sachen herausgelassen, auch wenn er es als Politiker etwas anders formuliert. Aber wir wissen genau, was er damit meint.
Der ausführliche Bericht zum Thema:
Ueli Weber ist stellvertretender Redaktionsleiter der «Glarner Nachrichten». Er hat die Diplomausbildung Journalismus am MAZ absolviert und berichtet seit über zehn Jahren über das Glarnerland. Mehr Infos

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