Papstbesuch zieht Gläubige aus dem Linthgebiet an
Zur Messe, welche der Papst in Genf halten wird, haben sich insgesamt 41 000 Menschen angemeldet – darunter auch Gläubige aus dem Linthgebiet.
Zur Messe, welche der Papst in Genf halten wird, haben sich insgesamt 41 000 Menschen angemeldet – darunter auch Gläubige aus dem Linthgebiet.
Es ist der erste Papstbesuch in der Schweiz seit 2004: Franziskus ist heute zu Gast in Genf. Das lässt sich so mancher Gläubige aus dem Linthgebiet nicht entgehen. Einer, der heute dabei sein wird, ist Felix Büchi, Pfarrer der Seelsorgeeinheit Rap-perswil-Jona.
«Ich habe mich einfach angemeldet, das war recht unkompliziert», sagt Büchi. Er sei in der Vergangenheit bereits als Offizieller bei einem Papstbesuch in Schweden dabei gewesen. «Dieses Mal habe ich mich ganz normal angemeldet.» Er habe das gleich erledigt, als bekannt wurde, dass der Papst kommt. «Es gab ja nicht beliebig viele Plätze.»
Büchi, der früher in der Schweizergarde war und etwa einmal im Jahr nach Rom reist, findet: «Wenn der Papst kommt, sollten wir ihm einen grossen Empfang bereiten.» Die Schweiz habe aufgrund der Garde traditionell eine Beziehung zum Papst. «Daher ist es schön, wenn er mal kommt.»
41 000 Plätze stehen bei dem um 17.30 Uhr geplanten Gottesdienst mit dem Papst im Messekomplex Palexpo zur Verfügung. Wie es von den Veranstaltern heisst, war das Anmeldeverfahren «ausserordentlich erfolgreich».
Anmeldung über Pfarrei
Unter den Teilnehmern sind zehn Personen, die sich über die Seelsorgeeinheit Obersee angemeldet haben, wie Pfarrer Michael Pfiffner sagt. «Pfarreien und Ordensgemeinschaften konnten ihre Leute etwas vor Beginn der öffentlichen Ticketvergabe anmelden.»
Diese Möglichkeit hat etwa der 36-jährige Emmanuel Kuster aus Schmerikon genutzt. Der Projektleiter hat sich heute freigenommen und fährt mit seiner 23-jährigen Nichte Mirja Krauer nach Genf. «Der Pfarrer hatte in während der Messe davon erzählt und wir haben uns spontan entschieden hinzufahren.» Soweit er wisse, habe sich auch eine Familie aus Gommiswald mit insgesamt acht Personen angemeldet.
«Wenn der Papst kommt, sollten wir ihm einen grossen Empfang bereiten.»
Felix Büchi, Pfarrer aus Rapperswil-Jona
«So ein Ereignis erlebt man nicht alle Tage», sagt Kuster. Einem wichtigen Gast wie dem Papst könne man ruhig seine Reverenz erweisen. Kuster und seine Nichte werden schon morgens mit dem Zug losfahren. «Wir werden uns auch die Stadt ansehen und vielleicht im Genfersee baden.»
Von der Messe an sich erwartet Kuster nicht viel: «Es kann sein, dass man den Papst nur auf einem Grossbildschirm sieht.» Franziskus sei eine Person mit viel Ausstrahlung und Charisma. «Wir sind keine besonderen Fans, haben eher eine neutrale Haltung zu ihm, respektieren ihn aber», so Kuster. Da er und seine Nichte praktizierende Christen seien, habe der Papst eine gewisse Bedeutung für sie.
Andere bleiben zu Hause
Nicht nach Genf fahren dagegen die Schwestern des Klosters Mariazell in Wurmsbach. «Es ist doch recht weit», sagt eine am Telefon. Auch bei der Seelsorgeeinheit Gaster ist der Pfarreibeauftragten Beate Kaschel niemand bekannt, der die Reise antritt. «In der Pfarrei ist momentan viel los, und den Leuten ist es einfach zu weit, glaube ich.»
41 000 Plätze stehen bei dem Gottesdienst mit dem Papst zur Verfügung.
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