Wissenswertes rund um die Wahlen in den USA
Die USA stehen wieder vor ihrer Präsidentschaftswahl. Die Kandidierenden: Demokratin Kamala Harris und Republikaner Donald Trump. Damit ihr auf das Ereignis vorbereitet seid, hier ein paar Fakten.
Die USA stehen wieder vor ihrer Präsidentschaftswahl. Die Kandidierenden: Demokratin Kamala Harris und Republikaner Donald Trump. Damit ihr auf das Ereignis vorbereitet seid, hier ein paar Fakten.
In den Vereinigten Staaten finden die Präsidentschaftswahlen alle vier Jahre immer am ersten Dienstag nach dem ersten Montag im November statt. Gewählt wird die 47. Präsidentin oder der 47. Präsident. Im Duell tritt die Demokratin und Vize-Präsidentin Kamala Harris gegen den Republikaner und Ex-Präsidenten Donald Trump an. Wer am Ende das Rennen macht, wird sich erst in einigen Wochen zeigen.
Das Wahlsystem
Das Wahlsystem in den USA ist weltweit einzigartig und oft auch umstritten. Die USA nutzen das «Electoral College»-System, bei dem die Wahlmännerstimmen zählen und nicht die direkte Stimmenzahl der Bevölkerung. Jeder Bundesstaat hat eine bestimmte Anzahl von Wahlmännern, abhängig von seiner Bevölkerung. Das bedeutet, dass Kandidierende theoretisch die Präsidentschaftswahl gewinnen können, selbst wenn sie nicht die meisten Stimmen aus der Gesamtbevölkerung erhalten, wie zuletzt im Jahr 2016.
«Swing States» sind ausschlaggebend
Es gibt bestimmte Bundesstaaten, sogenannte «Swing States» oder «Battleground States» (zum Beispiel Florida, Pennsylvania und Ohio), die weder traditionell republikanisch noch demokratisch geprägt sind. Weil diese Staaten wechselnde Mehrheiten haben, wird hier besonders intensiv Wahlkampf betrieben, da sie oft über den Wahlausgang entscheiden.
Geduld ist gefragt
Bis ein gesichertes Ergebnis aus den sieben umstrittenen «Swing States» vorliegt, können Tage, wenn nicht Wochen vergehen. Das liegt an der Grösse des Landes und am komplizierten US-amerikanischen Wahlrecht, das in jedem Bundesstaat anderen Gesetzmässigkeiten folgt. Sicher ist aber, dass am 20. Januar 2025 die neue Amtszeit beginnt.
Die Rolle des «Popular Vote»
Obwohl der «Popular Vote» (die Mehrheit der Stimmen der Bevölkerung) eine klare Tendenz zeigt, zählt dieser letztlich nicht direkt für das Wahlergebnis. In vier Fällen in der Geschichte der USA – darunter die Wahlen 2000 und 2016 – gewann ein Kandidat die Mehrheit der Stimmen, verlor aber die Wahl im «Electoral College».
Eine Rekordzahl an Wahlbeteiligung
Die Präsidentschaftswahl 2020 hatte mit rund 66,8 Prozent die höchste Wahlbeteiligung seit über einem Jahrhundert. Dies lag vor allem an der Polarisation und den besonderen Umständen der Pandemie, die viele Amerikanerinnen und Amerikaner zur Briefwahl oder frühzeitigen Stimmabgabe motivierte. In den Wahlen vor vier Jahren gab es allerdings Verzögerungen bei der Auszählung.
Wahlen in den Vereinigten Staaten: Hier verpasst ihr nichts
Über die US-Präsidentschaftswahlen tickern wir ab heute Nachmittag live für euch. Auf «suedostschweiz.ch» bleibt ihr auf dem Laufenden.
Nicole Nett ist Redaktorin und Chefin vom Dienst für das Newsportal «suedostschweiz.ch». Die gelernte Kauffrau hat Multimedia Production studiert und lebt in der Bündner Herrschaft. Sie arbeitet seit 2017 für die Medienfamilie Südostschweiz. Mehr Infos
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