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Halloween: Alles Wissenswerte rund um die Gruselnacht

Am 31. Oktober ziehen kleine und grosse gruslige Gestalten umher, auf der Suche nach Süssigkeiten. Hier erfahrt ihr, weshalb es das Fest gibt und wie ihr euch optimal auf den Spuk vorbereitet.

Nicolas
Boschung
31.10.24 - 11:00 Uhr
Graubünden
Vor der eigenen Haustür machen geschnitzte Kürbisse eine gute Falle: Wer sie gut sichtbar aufstellt, signalisiert: «Ich mache mit an Halloween.»
Vor der eigenen Haustür machen geschnitzte Kürbisse eine gute Falle: Wer sie gut sichtbar aufstellt, signalisiert: «Ich mache mit an Halloween.»
Bild Archiv

Am 31. Oktober ist es so weit. Dann ziehen hungrige Monster, Geister und Hexen um die Häuser und verlangen Süsses. Sonst gibts Saures. Die Bedeutung dieses Spruchs ist weltweit bekannt. Doch woher stammt der Brauch Halloween und wie könnt ihr euch auf das Fest vorbereiten? Wir liefern Antworten. Ausserdem geben wir Tipps, damit euer Halloween schrecklich feierlich wird.

Ursprung des Brauchs

Zunächst einmal zur Begrifflichkeit: Beim Wort «Halloween» handelt es sich nicht um einen klaren Begriff, sondern viel mehr um die ausgesprochene Form von «All Hallows’ Eve», der Abend vor Allerheiligen. Bei den Feierlichkeiten zu Halloween sprechen wir eigentlich von einem uralten, keltischen Totenfest, welches bereits seit dem 8. Jahrhundert erwähnt wird.

Auch handelt es sich bei den heute üblichen Brauchtümern nicht wie oft angenommen um rein amerikanische, sondern ursprünglich um irische Festlichkeiten. Mit den irischen Einwanderern immigrierte «Halloween» im 19. Jahrhundert in die Vereinigten Staaten, wo die Bräuche weiter ausgeschmückt wurden. Seit den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts schwappten dann insbesondere die amerikanischen Brauchtümer nach Europa.

Mit der Zeit entwickelten sich Bräuche wie das Schnitzen von Kürbissen, das Tragen von Kostümen und das Sammeln von Süssigkeiten, die teilweise ihre Wurzeln in den alten Feierlichkeiten haben. Heute wird Halloween als ein säkularer Feiertag betrachtet, der mit Spass, Kostümen und Süssigkeiten verbunden ist. In Ländern wie den USA hat Halloween zudem eine grosse kommerzielle Bedeutung erlangt.

Tipps fürs Süssigkeitenabgeben

Wer als Süssigkeitenlieferantin oder -lieferant gerne beim Halloween-Spass mitmachen will, sollte sich diese Tipps zu Herzen nehmen. Wie «sweets.ch» schreibt, ist dabei vor allem festliches und gruseliges Auftreten von Vorteil.

Gruselige Süsswaren kommen immer gut an: Wie wär’s mit einem Kürbiseintopf aus Marmeladenwürmern?
Gruselige Süsswaren kommen immer gut an: Wie wär’s mit einem Kürbiseintopf aus Marmeladenwürmern?
Bild Freepik

1. Gutes Auftreten

Geschnitzte, leuchtende Kürbisse am Hauseingang und andere passende, gut sichtbare Dekorelemente wie Girlanden können dabei helfen, dass sich Kinder und Jugendliche sofort willkommen fühlen. 

2. Gruslige Süssigkeiten verschenken

Auch an Halloween gilt: Das Auge isst mit. Um Kindern eine Freude zu bereiten, kann man ihnen ein paar gruselige Süssigkeiten schenken. Unter den Gummibonbons finden sich alle möglichen Formen und Geschmacksrichtungen. Alles, was kreucht und fleucht, einfach in der Gummiversion, ist meistens ein Volltreffer. Kaugummis mit Augen oder essbare Finger wären auch eine Idee.

3. Vorrat anlegen

Habt ihr die zwei ersten Tipps beherzigt, rennen euch, sollte das Wetter auch mitspielen, bald viele Kinder buchstäblich die Haustüre ein. Deshalb lohnt es sich, in weiser Voraussicht genügend Süssigkeiten einzukaufen. So gibt es sicher genug «Schleckzeug» für alle.

4. Grosszügig sein

Wie «sweets.ch» schreibt, spricht es sich unter den Kindern wie ein Lauffeuer herum, welche Nachbarn die coolsten Süssigkeiten verteilen und die Taschen und Körbchen grosszügig füllen. Wie die «Südostschweiz» letztes Jahr in einem Artikel über US-amerikanische Bündner berichtete, ist es in den USA regelrecht verpönt, wenn Anwohner während Halloween nicht zu Hause sind und keine Süssigkeiten für die Kinder bereitstellen. In der Schweiz sieht das etwas anders aus. Dementsprechend sind an Halloween diejenigen Menschen beliebt, die nicht geizen mit den Süsswaren.

(Film-)Tipps fürs Verkleiden

Dank den Süssigkeiten-Tipps müsst ihr euch vor keinerlei Streichen mehr fürchten. Wenn euch jetzt noch das passende Kostüm fehlt, seid ihr hier genau richtig. In den 90er-Jahren ist Halloween auch dank amerikanischen Filmen allmählich nach Europa gelangt. Deshalb sind beispielsweise die Scream-Reihe oder Tim Burtons «Nightmare before Christmas» auch heute eine gute Inspirationsquelle für Verkleidungen. Hier ist eine Übersicht der beliebtesten und bekanntesten Kostüme, zusammen mit den passenden Filmtiteln.

Geheimagentinnen und Geheimagenten

In der «Man in Black»-Filmtrilogie liefern sich ausserirdische Monster und Geheimagenten einen epischen Kampf in Raumstationen, im Vergnügungspark oder mitten in Manhattan. Markenzeichen der Agenten sind ein schwarzer Anzug und ein Gerät von der Grösse eines Kugelschreibers, das ausserirdische Vorfälle aus den Gedächtnissen der normalen Bevölkerung, die nichts von überirdischen Wesen wissen soll, löschen kann. Um als «Woman oder Man in Black» nicht auch einen Gedächtnisverlust zu erleiden, braucht es unbedingt die schwarze Sonnenbrille. Falls euch das aber bei der Dunkelheit unpraktisch scheint, dürft ihr stattdessen als 007 die Nachbarschaft nach Süssigkeiten abklappern. Der Vorteil des Kostüms: Im Schrank hat es womöglich schon Blazer, Hemd und Anzugshose.

Hexen

Dieses Kostüm braucht keine grosse Erklärung. Schon seit über tausend Jahren kennen wir diesen Begriff in unserem Kulturkreis. Die Kostümvarianten reichen von verspielt und kindertauglich, zum Beispiel als Bibi Blocksberg, bis hin zu äussert gruslig mit Hakennase, dicker Warze im Gesicht und schwarzem Hexenhut.

Monster

Hier könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen, zunächst aber ein paar klassische Beispiele: Frankenstein mit der Schraube im Kopf und zahlreichen Narben oder den grünen, muskulösen Hulk von den Avengers-Filmen erkennen die meisten sofort. Für ein Hulk- oder ein Frankenstein-Kostüm braucht es grüne beziehungsweise gräuliche und rote Gesichtsmalfarbe sowie zerrissene Kleidung. So überzeugt man, auch ohne tief ins Portemonnaie greifen zu müssen. Auch ein Skelett kann die Nachbarschaft in Angst und Schrecken versetzen. Anstelle von Ganzkörper-Skelettkostümen lohnt sich auch hier der Griff zu schwarzer und weisser Farbe.

Vampire

Als Graf Dracula lasst ihr garantiert allen das Blut in den Adern gefrieren. Die Kultfigur von Autor Bram Stoker darf an keiner Halloween-Feier fehlen. Inspirationen für ein passendes Outfit finden sich in zahlreichen Vampir-Filmen. Für Kinder könnten Titel wie «Der kleine Vampir» als Inspirationsquelle dienen. Für Jugendliche liefern die «Twilight»-Filme oder die «Vampire Academy» gute Ideen für Kostüme.

Nun seid ihr also bereit für den Abend des 31. Oktobers. Habt Spass und lasst es krachen, denn Halloween ist nur einmal im Jahr.

Nicolas Boschung ist in der Nähe des Greifensees im Zürcher Oberland aufgewachsen. Der gelernte Verpackungstechnologe hat in Chur Multimedia Production studiert. Seit 2023 arbeitet er als Produzent Online für «suedostschweiz.ch». Mehr Infos

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