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Letzte Sommerferienwoche: Unvergessliche Familienabenteuer in Graubünden erleben

Michael
Flück
20.08.24 - 08:17 Uhr
Ocean Club Golf Course Hole #7, Peninsula
Designed by Tom Weiskopf, the Ocean Club Golf Course is surrounded by water. The 18-hole, par 72 course offers every element for the perfect game.
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Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, aber das gute Wetter kann noch für allerlei Aktivitäten im Freien genutzt werden. Hier einige Tipps für die ganze Familie.

Die letzte Woche der Sommerferien hat angefangen. Wer nicht gerade noch auf Reisen ist, sucht sicher noch nach spannenden Aktivitäten im Freien. Ein Glück, dass man in Graubünden so viel erleben kann. Wir haben einige interessante Ausflugstipps für die ganze Familie herausgesucht.

Chur

Eine etwas andere Stadtführung wartet in Chur. Alle ab acht Jahren können hier auf Schatzsuche gehen. In etwa drei Stunden werden die Teilnehmenden etwa fünf Kilometer durch die malerischen Gassen der Altstadt und zu den Sehenswürdigkeiten geführt. Mit dem Smartphone bewaffnet müssen Hinweise entschlüsselt, Rätsel gelöst und Codes geknackt werden. Der Spass ist ideal für Familien, Freunde und auch für Firmen. Preis etwa 17 Franken pro Person. Startpunkt ist praktischerweise direkt am Bahnhofsplatz.

Eine schöne Familienwanderung gibt es am Dreibündenstein. Los geht es bei der Churer Bergbahn, ankommen wird man nach 6,3 Kilometern bei 330 Höhenmetern in etwa zwei Stunden in Pradaschier. Hier kann die Wanderung sogar mit einer Abfahrt auf der Rodelbahn, der längsten der Schweiz, abgeschlossen werden. Mit einem Rundreiseticket sind die Fahrten mit der Bergbahn Chur-Dreibündenstein und zwei Abfahrten auf der Rodelbahn inkludiert. Erwachsene zahlen 53.50 Franken, Kinder 28.50 Franken. Optional kann man das Billett fürs Postauto zubuchen.

Davos und Umgebung

Im Sertigtal erwartet Abenteuerlustige eine aufregende Fahrt mit dem Trottinett. Direkt an der Rezeption des Hotels Walserhuus können Gäste ein Trotti sowie einen Helm mieten. Die Route führt entweder bis zum Restaurant Mühle oder zur Reithalle Frauenkirch, wo das Trotti abgestellt werden kann. Die Ausrüstung wird vom Hotel zurückgebracht. Erwachsene zahlen 16 Franken pro Trotti, Kinder bis 16 Jahre nur 12 Franken. 

In Graubünden kann man auch Wakeboarden. Und zwar auf dem Davosersee. Die Anlage verfügt über einen 190 Meter langen Fahrbereich und zählt damit zu den längsten Wasserskiliften weltweit. Die Zwei-Mast-Anlage am Davosersee ermöglicht durch ihren konstanten Zug ein einfacheres Fahren. Der Liftoperator passt die Geschwindigkeit individuell an das Können der fahrenden Person an. Diese Voraussetzungen machen die Anlage sowohl für Anfängerinnen und Anfänger als auch für Profis attraktiv. Preis: ab 35 Franken ohne, ab 50 Franken mit Ausrüstung

Engadin

m Oberengadin erwartet Gross und Klein ein 3-D-Bogenparcours mit 28 Zielen an der Stalla Chapella in S-chanf. Nach einer kurzen Einführung geht es mit Pfeil und Bogen durch die Natur, wo auf Kunststofftiere aus verschiedenen Distanzen geschossen wird. Das Abenteuer dauert etwa 3,5 Stunden, das benötigte Equipment kann vor Ort gemietet werden. Wettergerechte Kleidung, gutes Schuhwerk und eine Trinkflasche werden empfohlen. Bis zum 31. August kann jeweils von Montag bis Sonntag, um 10 Uhr und um 11 Uhr, gestartet werden. Preis 41 Franken für Erwachsene und 23 Franken für Kinder.

Ein spannendes Rätselspiel für die ganze Familie gibt es in Vulpera. Die Spielerinnen und Spieler reisen zurück ins Jahr 1908 und lösen das Rätsel um den verschwundenen Hotelgast Henry Wells. Durch Augmented Reality erstrahlt das vor einigen Jahren abgebrannte Hotel Waldhaus Vulpera erneut – auf dem Smartphone in einer kostenlosen App. Unterwegs werden Schilder gescannt, um Hinweise zu sammeln und interaktive Gespräche mit virtuellen Figuren zu führen. Die Entdeckungstour beginnt im Kurpark Vulpera und dauert etwa 45 bis 90 Minuten, wobei rund zwei Kilometer zurückgelegt werden.

Surselva, Albula und Viamala

Auf dem Hof Coms in Urmein am Heinzenberg können Ruhesuchende in den dortigen Bauerngarten eintauchen – barfuss oder auch in Bergschuhen. Auf Wunsch gibt es gegen Aufpreis auch einen kleinen Apéro oder ein Getränk – ansonsten wird eine freiwillige Kollekte erhoben. Geöffnet ist der Garten jeweils mittwochs von 9 bis 11 Uhr, und zwar am 7. und 21. August. Dann wird auch um 10 Uhr ein kostenpflichtiger Zmorga im Garta angeboten. Dafür ist eine Anmeldung erforderlich.

Märchen sind etwas für Kinder? Nicht nur. In Brigels und Waltensburg beispielsweise gibt es regelmässige Märchenwanderungen für Erwachsene; das nächste Mal am Donnerstag, 8. August. Die rund 1,5 Stunden dauernde Tour führt entweder um 11 Uhr von Brigels (Pradas-Resort) nach Waltensburg oder um 13.45 Uhr von Waltensburg (Hotel Ucliva) nach Brigels. Die Rückreise kann jeweils zu Fuss oder mit einem Gratis-Shuttlebus angetreten werden. Gute Schuhe und dem Wetter angepasste Kleidung werden empfohlen. Anmeldung ist nötig bis am Vortag um 16.30 Uhr unter 081 941 13 31; die Teilnahme kostet 18 Franken pro Person. Die Märchenwanderungen in Brigels gibt es natürlich auch für Kinder im Rahmen des Surselva Plai am mi-Sommers.

Die aktuelle Ausstellung des Museum Regiunal Savognin beschäftigt sich mit der veta da famiglia siva digl 1800, dem Familienleben im Surses des 19. Jahrhunderts. Sie erzählt von den grossen Herausforderungen, mit denen die Familien zu kämpfen hatten, und von der entscheidenden Rolle, die Kinder dabei spielten – indem sie bei der Arbeit halfen und eine Art Sozialversicherung für die Eltern darstellten. Thematisiert werden auch die Auswandererfamilien und die zur Arbeit in die Fremde geschickten Schwabenkinder. Die Schau ist bis am 17. Oktober geöffnet, und das jeweils dienstags von 17 bis 19 Uhr, mittwochs von 19 bis 21 Uhr und donnerstags von 17 bis 20 Uhr. 

Die bereits zur Tradition gewordenen surselvischen Tibadas am Vorabend von Maria Himmelfahrt – also am 14. August – finden dieses Jahr im Raum Safiental statt. Bei den Tibadas werden Signale der alten Hirtenhörner von Spielerinnen und Spielern stafettenartig durch die Landschaft weitergegeben. Der Anlass findet um 19 Uhr auf der Wiese vor der Kirche in Versam statt; es gibt Tiba-Intermezzos unter der Leitung von Heinz Girschweiler sowie weitere Gruppen mit Alpeninstrumenten und Alpgesängen: die Safientaler Bergjodler, die Schälläfründa Valendas und Alphornbläser aus der Region. Durch den Abend führt Hans-Andrea Buchli, der zudem einen Einblick in die erstaunliche Safientaler Musikgeschichte geben wird. Der Eintritt ist frei, eine Kollekte willkommen.

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