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Gülle-Projekt beendet

Sechs Jahre lang zahlten Bund und Kanton, wenn Glarner Bauern geruchsarm güllnen.

Ueli
Weber
29.06.17 - 16:33 Uhr
Politik
Landwirte begutachten einen so genannten Schleppschlauchverteiler.
Landwirte begutachten einen so genannten Schleppschlauchverteiler.
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Von 2011 bis 2016 förderte der Kanton Bauern, die ihre Gülle umweltschonend und geruchsarm ausbringen. Im vergangenen Jahr brachten 63 Glarner Bauern ihre Gülle jährlich drei bis vier Mal mit einem sogenannten Schleppschlauchverteiler aus. Dieser verspritzt die Gülle nicht, sondern verteilt sie direkt auf den Boden. So ausgebrachte Gülle stinkt einerseits weniger – andererseits verdunstet dabei weniger Ammoniak.

Wie das Departement Volkswirtschaft und Inneres im Tätigkeitsbericht 2016 meldet, wurden so über 500 Hektaren Landwirtschaftsfläche gedüngt, vor allem in Glarus Nord. Ausserdem unterstützte das Projekt Bauern, welche eine Abdeckung für offene Güllebehälter bauten.

Mittel nur zu 35 Prozent ausgeschöpft

Während sechs Jahren erhielten die Bauern insgesamt 840'000 Franken aus dem Ressourcenprojekt. Laut dem Kanton kosteten Ammoniakmessungen, Beratungshonorare und Büroarbeiten 10'000 Franken im Jahr. «Dank effizienter Administration konnten über 90 Prozent der Ausgaben direkt für Massnahmen auf den Landwirtschaftsbetrieben eingesetzt werden», schreibt der Kanton Glarus im Tätigkeitsbericht.

Der Bund übernahm 80 Prozent der Kosten, der Kanton den Rest. Eigentlich wäre noch mehr Geld zur Verfügung gestanden. Doch die Mittel, welche der Landrat 2010 sprach, wurden nur zu 35 Prozent ausgeschöpft – auch wenn von Jahr zu Jahr mehr Bauern mitmachten.

Ueli Weber ist stellvertretender Redaktionsleiter der «Glarner Nachrichten». Er hat die Diplomausbildung Journalismus am MAZ absolviert und berichtet seit über zehn Jahren über das Glarnerland. Mehr Infos

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