Gemeinden tun sich für den Ernstfall zusammen
Amden, Benken, Kaltbrunn, Schänis und Weesen legen ihre lokalen Führungsstäbe zusammen. Bei Katastrophen wie grösseren Überschwemmungen soll künftig die neue Bevölkerungsschutzorganisation Speer die Hilfe koordinieren.
Amden, Benken, Kaltbrunn, Schänis und Weesen legen ihre lokalen Führungsstäbe zusammen. Bei Katastrophen wie grösseren Überschwemmungen soll künftig die neue Bevölkerungsschutzorganisation Speer die Hilfe koordinieren.
Bei einer Katastrophe wie einer grossen Überschwemmung kümmert sich in den fünf Gastergemeinden bislang der Gemeindeführungsstab darum, den Einsatz zu leiten und zu koordinieren. Künftig wollen Amden, Benken, Kaltbrunn, Schänis und Weesen ihre lokalen Führungsstäbe aber zusammenzulegen. Sie rufen die Regionale Bevölkerungsschutzorganisation Speer ins Leben. Die Gemeinderäte der beteiligten Kommunen haben schon zugestimmt. Die Beschlüsse unterstehen aber noch dem fakultativen Referendum. In Amden läuft die Frist etwa bis zum 13. Mai, in Weesen bis zum 7.
Wenn sich also künftig etwa in Weesen ein grosser Bergsturz ereignet, wird der regionale Führungsstab den Einsatz leiten und die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Feuerwehr und anderen Beteiligten koordinieren. «Der Regionalführungsstab kann beispielsweise den Zivilschutz oder sogar die Armee zur Unterstützung hinzurufen», sagt Weesens Gemeindepräsident Marcel Benz.
Probleme, Personal zu finden
Wie er erklärt, haben die einzelnen Gemeinden teils Probleme, ausreichend qualifizierte Personen für ihre Führungsstäbe zu finden. «Mit einer regionalen Organisation brauchen wir weniger Leute und können auf die besten setzen», so Benz. Auch mit Blick auf die Ausbildung der Verantwortlichen ergebe es Sinn, die Kräfte zu bündeln. «So erhalten wir eine schlagkräftige regionale Organisation.» In einer Medienmitteilung zur geplanten Neuorganisation heisst es: «Die fünf Gastergemeinden sind von den verschiedensten Vorteilen einer regionalen Lösung überzeugt.»
Sitz wird in Schänis sein
Erster Stabschef im neuen Führungsstab soll Thomas Streit aus Weesen werden. Als Stellvertreter haben die Gemeinderäte André Eigenmann aus Kaltbrunn und Alexander Wiebe aus Schänis gewählt.
Als Sitz der neuen Organisation ist Schänis vorgesehen. «Dort gibt es die notwendige Infrastruktur und die erforderliche Ausrüstung wie etwa eine Direktverbindung zur Notrufzentrale in St. Gallen», erklärt Benz.
Starten soll die neue Bevölkerungsschutzorganisation am 1. Oktober. Bis dahin müssen zum Beispiel neue Pflichtenhefte und Arbeitsprogramme erarbeitet und die Ausbildungen neu koordiniert werden, wie Benz sagt. Darüber hinaus müssten die Gemeindeführungsstäbe der neuen Organisation ihre Akten übergeben. «Auch die Alarmorganisation muss neu abgesprochen werden», so Benz.
Nach seinen Worten werden mit der Neuorganisation nicht alle Personen überflüssig, die bisher im jeweiligen Gemeindeführungsstab sassen. «Sie werden ihre Kenntnisse und Erfahrungen weiter zur Unterstützung einbringen und beispielsweise die Rolle der Verbindungsperson zwischen Gemeinde und regionalem Führungsstab übernehmen», so Benz.
Er betont, dass es zunächst abzuwarten gilt, was die Referenden ergeben. «Wenn es gut läuft, wird der bereits gewählte Führungsstab die Umsetzungsarbeiten Mitte Mai in Angriff nehmen.»
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