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Kaltbrunn saniert Schulhaus und baut neues Feuerwehrdepot

Bei der ausserordentlichen Bürgerversammlung der Politischen Gemeinde Kaltbrunn haben die Stimmberechtigten den Millionenkredit für den Neubau eines Feuerwehrgebäudes freigegeben. Auch für die Sanierung des Schulhauses Altbreiten gaben sie grünes Licht. Es gab nur wenige Wortmeldungen.

Christine
Schibschid
05.07.18 - 06:00 Uhr
Politik
Wiese muss weichen: Weil das alte Feuerwehrdepot (kleines Bild) zu klein ist, soll auf der Wiese an der Uznacherstrasse ein Neubau entstehen.
Wiese muss weichen: Weil das alte Feuerwehrdepot (kleines Bild) zu klein ist, soll auf der Wiese an der Uznacherstrasse ein Neubau entstehen.
PRESSEBILD

Ursprünglich wollte die Politische Gemeinde Kaltbrunn die gestrige Bürgerversammlung schon eine Woche vorher abhalten. «Es kamen aber Leute mit dem berechtigten Einwand auf uns zu, dass an diesem Tag das WM-Spiel der Schweiz gegen Costa Rica stattfindet», sagte Gemeindepräsident Markus Schwizer gestern Abend zum Auftakt. Daher habe man sich doch für ein anderes Datum entschieden. Ohne Fussball-Konkurrenzprogramm mit Schweizer Beteiligung kamen gestern Abend 135 Stimmberechtigte ins Oberstufenschulhaus, das waren 4,43 Prozent.

Schulhaussanierung unumstritten

Keine Diskussion gab es über den vorgeschlagenen Baukredit von 1,2 Millionen Franken für die Innensanierung des Schulhauses Altbreiten. Der Antrag des Gemeinderats wurde ohne Gegenstimmen angenommen. Das Schulhaus wird in den Sommerferien saniert. Zunächst innen, in einigen Jahren werden dann auch Arbeiten im Aussenbereich fällig. Um die Kosten dafür ging es aber noch nicht.

Zunächst soll unter anderem die ehemalige Wohnung im Dachgeschoss umgebaut werden. Dort ist zum Beispiel ein Gruppenraum geplant. Ausserdem soll das Lehrerzimmer, welches zu klein ist, unters Dach ziehen, wo mehr Platz zur Verfügung steht. Auch das Treppenhaus soll saniert werden. Ausserdem wird im Untergeschoss unter anderem ein Büro für den Hauswart eingebaut. Zudem werden Massnahmen gegen Feuchtigkeit ergriffen.

Diskussion um Standort

Immerhin eine Wortmeldung gab es bei der Diskussion zum 3,87-Millionen-Franken-Kredit fürs Feuerwehrdepot. Ein Votant stellte den vorgesehenen Standort an der Uznacherstrasse infrage. «Wenn wir in 25 Jahren im Bereich Feuerwehr vielleicht doch mit Benken zusammenarbeiten, wäre die Benknerstrasse möglicherweise besser geeignet», sagte er. Schwizer konterte: «Der vorgesehene Standort ist gut erreichbar. In 20 bis 50 Jahren könnte es eine Diskussion über eine Zusammenlegung geben, darauf kommt es aber heute nicht an.» Weitere Wortmeldungen gab es zu dem Thema nicht. Mit zwei bis drei Gegenstimmen sprachen die Bürger den Kredit.

Neues Depot seit Jahren Thema

Das neue Depot wird im Erdgeschoss Platz für vier grosse und drei kleinere Fahrzeuge bieten. Ausserdem sind dort etwa Garderobe, Werkstatt, Lagerräume, Duschen und Toiletten vorgesehen. Im Obergeschoss gibt es unter anderem einen grossen Aufenthalts- und Besprechungsraum sowie ein Büro.

Der Gemeinderat hatte sich schon ab 2010 damit beschäftigt, das alte Depot neu zu bauen. Es ist zu klein und entspricht nicht mehr den Anforderungen. Weil vorübergehend geprüft wurde, ob die Feuerwehren in der Region stärker zusammenarbeiten könnten, lag das Projekt auf Eis. Inzwischen steht aber fest, dass die Feuerwehrstandorte unverändert bleiben.

Da das Feuerschutzgesetz überarbeitet wird und es ab 2019 keine Zuschüsse vom Kanton mehr für den Bau neuer Depots geben soll, will die Gemeinde noch dieses Jahr das Bauprojekt einreichen. Schwizer stellte vonseiten Kanton eine Finanzspritze von 449 000 Franken für das Projekt in Aussicht.

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