Nepal verstärkt Schutz seiner Nationalparks wegen Wilderern
Nepals Behörden haben die Schutzmassnahmen für Tiger, Elefanten und Nashörner verstärkt, weil während der Unruhen im September auch Dutzende Wilderer aus dem Gefängnis flohen. Tierschützer seien in grosser Sorge.
Dies sagte der stellvertretende Leiter der Nationalpark- und Naturschutzbehörde, Bed Kumar Dhakal, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Seine Behörde habe daher alle Nationalparks angewiesen, ihre Patrouillen zu verstärken.
In Nepal hatte es im September Massenproteste gegen die Regierung gegeben. Die Polizei ging gewaltsam gegen die Demonstrierenden vor, mindestens 76 Menschen wurden getötet. Nach Angaben der Polizei flohen während der Unruhen zudem rund 14'500 Häftlinge aus dem Gefängnis. Mehr als 5000 von ihnen sind zwei Monate später immer noch flüchtig.
Da unter den Flüchtigen auch etwa 20 verurteilte Wilderer sind, hat unter anderem der Chitwan-Nationalpark Schutzmassnahmen ergriffen. So seien die Patrouillen durch Ranger und Anwohner ausgeweitet worden, sagte der Nationalpark-Sprecher Avinash Thapa Magar.
Nepal geniesst wegen seiner Anstrengungen zum Schutz wilder Tiere international Anerkennung. Mehrere Arten, darunter Tiger und Nashörner, wurden dadurch vor dem Aussterben bewahrt. Die Tigerpopulation in dem Himalaya-Staat hat sich seit 2010 verdreifacht und liegt heute bei 355 Exemplaren.
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