IBU Cup als Durchgangsstation
Von Freitag bis Sonntag macht in der Biathlonarena in Lantsch/Lenz der IBU Cup Station. Die zweithöchste Wettkampfserie dient den lokalen Organisatoren als Profilierung für etwaige höhere Weihen.
Von Freitag bis Sonntag macht in der Biathlonarena in Lantsch/Lenz der IBU Cup Station. Die zweithöchste Wettkampfserie dient den lokalen Organisatoren als Profilierung für etwaige höhere Weihen.
Seit Ende Oktober herrscht in der Biathlonarena in Lantsch/Lenz reger Betrieb. Durch die im Vorjahr angeschaffte, temperaturunabhängige Beschneiungsanlage ist ein früher Betriebsstart gewährleistet. «Es ist wichtig, dass wir gegenüber dem Weltverband IBU unsere Schneesicherheit demonstrieren», sagt Silvio Baselgia, der Geschäftsführer der Biathlonarena.
Das gute Einvernehmen mit der IBU ist für die örtlichen Biathlonaktivisten unabdingbar, denn Baselgia und seine Mitstreiter machen aus ihren hohen Ambitionen definitiv keinen Hehl. Das mittelfristige Ziel ist nichts weniger als die Übernahme eines Weltcupanlasses. Der Weg dazu ist jedoch weit und beschwerlich, oder anders ausgedrückt: es muss die Ochsentour ohne Garantie auf etwaige spätere höhere Weihen bestritten werden.
Im letzten Jahr wurde ein IBU Juniors Cup veranstaltet. Und nun macht vom Freitag bis Sonntag der IBU Cup, das Pendant zum Europacup im alpinen Skirennzirkus, erstmals Station in Lantsch/Lenz. Die Organisatoren wollen sich mit der Veranstaltung der zweithöchsten Wettkampfserie profilieren. Das Ziel: Die IBU soll bei der zukünftigen Vergabe von Weltcup-Anlässen den Namen Lantsch/Lenz im Ohr haben. 2020 wird zudem die Junioren-WM vor Ort ausgetragen.
Weltcup-Bewerbung eingereicht
Für den nächsten Olympiazyklus von 2018 bis 2022 sind jedoch die Weltcuptermine mehr oder minder vergeben. Biathlon ist nicht bloss in Skandinavien, sondern auch in Mittel- und Osteuropa, aber insbesondere auch im Kernmarkt Deutschland ein Publikumsmagnet. Baselgia erwähnt nichtsdestotrotz eine Bewerbung für die Saison 2021/22 und sagt: «Es gibt auch nicht fixe Weltcupstandorte. Ein mögliches Szenario ist eine alternierende Weltcup-Ausrichtung, beispielsweise jedes zweite Jahr.» Und vielleicht schlägt die Weltcupstunde für Baselgia unverhofft schon einiges früher. Die schneesichere Biathlonarena steht auf der IBU-Liste der Ersatzorte.
Vorerst gilt es nun, mit einer reibungslosen Veranstaltung im IBU Cup die Hausaufgaben zu erledigen. Baselgia, der auch als OK-Präsident wirkt, sieht seine Equipe gerüstet. Die Strecken sind rennbereit, die rund 200 Helfer in den Startlöchern. Erwartet werden rund 340 Athleten aus 40 Nationen. Der IBU Cup dient nicht nur für Organisatoren, sondern auch für Athleten als Weltcup-Sprungbrett.
Mit der Realisierung des grosszügig konzipierten Funktionsgebäudes wurde derweil vor Jahresfrist die letzte Lücke in der Infrastruktur geschlossen. Bewusst wird auf allen Ebenen die Karte Schneesicherheit ausgespielt. Im November nutzten neben den Swiss-Ski-Kaderläufern auch Athleten aus Deutschland, Frankreich und Österreich das Angebot. Ebenso drehten Hobbylangläufer vor Ort ihre Runden. Mit Biathlon-Gruppenevents wird bewusst eine weitere Nische bespielt. Baselgia sagt: «Rund 60 Prozent unserer Einnahmen beschert uns der Breitensport.»

Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.