Die Skipisten sind bereit
Dank des Schneefalls der vergangenen Tage können die Skigebiete Amden und Atzmännig in die Wintersaison starten. Auch anderswo im Linthgebiet ist wieder Wintersport angesagt.
Dank des Schneefalls der vergangenen Tage können die Skigebiete Amden und Atzmännig in die Wintersaison starten. Auch anderswo im Linthgebiet ist wieder Wintersport angesagt.
Passend zum Dezember ist es winterlich geworden. Eine kleine Schneeschicht befördert die Weihnachtsstimmung und macht vielen Lust, sich auf Ski, Snowboard oder Langlaufski zu schwingen. Das ist ab heute auch in der näheren Umgebung wieder möglich. In Amden und am Atzmännig beginnt die Saison. Es sind allerdings noch nicht alle Lifte in Betrieb.
Schnee vom Parkplatz
Wie es gestern in einer Mitteilung der Sportbahnen Atzmännig hiess, haben die Verantwortlichen unter Hochdruck die kleine Neuschneemenge verarbeitet, um Schneesportvergnügen anbieten zu können. «Am Berg liegt mit 45 Zentimetern ausreichend Schnee, im Tal ist es mit 20 Zentimetern jedoch noch das absolute Minimum», sagt Roger Meier, Geschäftsführer der Sportbahnen.
Weil der Belag im unteren Bereich noch etwas dünn ist, wird Schnee vom grossen Parkplatz und Schnee, den die Pflüge zusammengeschoben haben, auf die Piste gebracht. «Wir werden bis abends dran sein, um auch die letzten Meter möglichst gut zu präparieren», sagte Meier gestern. Am Wochenende wird die Sesselbahn mit blauer und gelber Piste offen sein, ebenso der Übungslift Brustenegg und der Schneeschuh-Trail Altschwand. Andere Angebote wie die Schlittelbahn bleiben den Schneesportlern noch verwehrt. Geschäftsführer Meier freut sich aber, dass es losgeht: «In Vergleich zu den beiden vergangenen Jahren sind wir früh dran.»
Gut gelaunt angesichts des Schnees ist auch Vreni Rüdisüli, Büroleiterin bei den Sportbahnen Amden. «In den letzten drei vier Jahren war es, soweit ich mich erinnere, nur ein mal möglich, im Dezember zu starten, sonst mussten wir bis Weihnachten warten.»
Im Arvenbühl sei die Schneesituation sehr gut, sagt Rüdisüli. «Im Skigebiet vom Dorf aufwärts geht allerdings noch nichts, dort bräuchten wir noch 30 bis 40 Zentimeter Schnee.» Rüdisüli hofft, dass es kalt bleibt und es noch mehr Schnee gibt. Die Leute hätten Lust auf Wintersport. «Kaum fängt es an zu schneien, klingeln bei uns die Telefone.»
Unterlage für neuen Schnee
Selbst in den kleinen Gebieten der Region kann wieder Ski gefahren werden. Zum Beispiel startet heute auch die Saison am Skilift Bildhaus. Inhaber Josef Ruoss freut sich: «Es ist wichtig, dass es eine schöne Unterlage für weitere Schneefälle gibt.» Derzeit lägen bis zu 25 Zentimeter Schnee. Bei dieser Menge kann Ruoss die Pisten noch nicht mit seinem eigenen Fahrzeug präparieren. «Ich habe deshalb extra jemanden mit einem Spezialfahrzeug engagiert, der das macht.»
Ruoss ist schon etwas weiter als die Kollegen beim Skilift Oberholz. Dort laufen heute noch Vorbereitungen. «Wir werden alles daran setzen, dass Pony- und Trainerlift am Sonntag laufen», sagt Vorstandsmitglied Evelyne Hengartner. Aktuelle Informationen gebe es ab heute Abend im Internet unter www.skilift-oberholz.ch. Hengartner freut sich, dass es losgeht: «Wir sind froh um jeden Tag, den wir nutzen können.» Insbesondere an Weihnachten und Neujahr wünscht sie sich gute Bedingungen. «Das wäre wirklich wichtig.»
Langläufer können ab heute wieder ihre Runden an der Rickenloipe drehen. «Wir können die Loipe aufgrund der noch knappen Schneeverhältnisse zunächst nur fürs Skating öffnen», teilt Clubpräsident Stefan Rüsch mit. Die Verantwortlichen hätten den Schnee zwar nicht zusammenkratzen müssen, für eine klassische Loipe reiche es aber noch nicht.
Gute Prognose für nächste Tage
Ob der Schneespass lange andauert, ist freilich nicht sicher. «In den nächsten Tagen sieht das Wetter jedenfalls gut aus», sagt Rüdisüli von den Sportbahnen Amden. Sie ist optimistisch und glaubt an einen guten Winter. Meier vom Atzmännig lässt sich überraschen. «Auf Prognosen wie die von den Muotathaler Wetterschmöckern gebe ich keinen Pfifferling.» Diese würden seit sechs Jahren strenge Winter ankündigen und hätten zuletzt stets daneben gelegen. «Irgendwann werden sie aber recht haben», sagt Meier.
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