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Bündner Weine sollen bekannter werden

Der Branchenverband «graubündenWEIN» hat einiges vor. Mit verschiedenen Projekt will er dafür sorgen, dass die Bündner Weine bekannter und wertvoller werden.

12.04.17 - 16:19 Uhr
Wirtschaft
Im Felsberger Rebberg «Goldene Sonne» wachsen Trauben der Sorte «Pinot Noir». Bild Marco Hartmann
Im Felsberger Rebberg «Goldene Sonne» wachsen Trauben der Sorte «Pinot Noir». Bild Marco Hartmann

Das neue Highlight von «graubündenWEIN» ist das Gasthaus «Alter Torkel» in Jenins. Es wurde im letzten Jahr zum «Huus vum Bündner Wii» umgebaut und bietet weininteressierten Gästen und Firmen zahlreiche Angebote inmitten der Rebberge. Das Angebot soll eine breitere Zielgruppe ansprechen, insbesondere im Bereich der Firmenanlässe und private Veranstaltungen. Öffentliche Führungen und Vorträge geben Einblicke rund um den Weinbau und bringen die Weinkultur Graubündens näher an die Bevölkerung.

 

Soziale Medien besser nutzen

 

Zudem gibt es ein neues Werbekonzept, dass die Bündner Weine besser an die Kunden bringen soll. «graubündenWEIN» hat eine neue Webseite eingerichtet und will in den sozialen Medien aktiver sein. Weiter nimmt der Branchenverband an der Messe «Guarda» teil, welche in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet und der grösste Bündner Markplatz für Landwirtschaft, Handel, Tourismus, Dienstleistungen und Gewerbe ist.

 

Diese Absichten wurden an der Generalversammlung des Branchenverbandes vorgestellt. Dabei ging es auch um das Projekt «Biovision 2020». Es hat zum Ziel, dass 60 Prozent der Bündner Rebfläche biologisch und biodynamisch bewirtschaftet wird.

 

Ärger über Pläne des Bundes

 

Desweiteren will  «graubündenWEIN»  auch politisch Einfluss nehmen. Konkret geht es um die aktuelle Weinverordnung des Bundes, die sich in der Vernehmlassung befindet. Dabei sind insbesondere zwei Änderungen vorgesehen, welche die Kelterbetriebe betreffen: Erstens soll die gleichwertige kantonale Weinhandelskontrolle abgeschafft werden. Es soll künftig nur noch ein einziges Kontrollorgan geben und zwar die eidgenössische Weinhandelskommission. Zweitens soll diese Instanz, die in der ganzen Schweiz tätig sein wird, nicht nur die Warenflüsse, sondern auch die Finanzflüsse kontrollieren können. Nebst diesen beiden Kernthemen führe diese Revision zu einem erheblichen bürokratischen Mehraufwand für den Bund und auch für die Weinbauern, schreibt der Branchenverband «graubündenWEIN» in einer Mitteilung. Die Weinbauern werden sich gegen die geplanten Änderungen wehren.

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