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Rettet Ostern die schwache Wintersaison?

Die meisten Bündner Skigebiete haben eine schwache Saison hinter sich. Nun liegt ihre Hoffnung auf den Ostertagen, über die nochmals möglichst viele Gäste in die Berge kommen sollen.

12.04.17 - 16:30 Uhr
Wirtschaft
St. Moritz hofft nochmals viele Gäste empfangen zu dürfen. Bild Yanik Bürkli
St. Moritz hofft nochmals viele Gäste empfangen zu dürfen. Bild Yanik Bürkli

Es war bisher eine frustrierende Saison  für die meisten Skigebiete. Zuerst gab es keinen Schnee, und als der Schnee endlich kam, war das Wetter schlecht. Zudem fielen Weihnachten und Neujahr aufs Wochenende. Markus Berger von Schweiz Tourismus findet gegenüber SRF deutliche Worte: «Man muss diesen Winter halt einmal mehr vergessen und nach vorne schauen.»

 

Bündner haben Hoffnung

 

Nun hoffen die Skigebiete auf ein versöhnliches Saisonende. Im Samnaun sieht es gut aus, wie der Leiter Engadin Samnaun, Bernhard Aeschbacher, im Interview mit Radio Südostschweiz sagte. Man sei sehr zufrieden mit dem aktuellen Buchungsstand. Momentan sei mehr als jedes zweite Bett belegt. Über die Ostertage erwartet Aeschbacher, dass die Hotels zu 80 bis 90 Prozent ausgebucht sind. Dass Ostern zwei Wochen später ist als letztes Jahr, würden sie nicht merken.

 

Die Hotels, die im Raum St. Moritz noch offen sind, profitieren ebenfalls von vielen Buchungen, sagte der Kommunikationsleiter von Engadin St. Moritz, Roberto Rivola, gegenüber Radio Südostschweiz. Das Angebot sei zurzeit zugeschnitten auf die Anzahl Gäste, die nach St. Moritz kommen. Das bedeute, dass die Hotels, die noch geöffnet haben, fast voll besetzt seien.

 

Das Rezept von Engadin St. Moritz für die letzten Tage und Wochen der Wintersaison 16/17: Sie organisieren immer wieder Veranstaltungen am Berg, die Leute anziehen sollen. Zum Beispiel steht am Sonntagabend ein Osterkonzert auf dem Programm.

 

Hotel beendeten Saison frühzeitig

 

Auf der Lenzerheide ist die Situation ähnlich wie in St. Moritz. Dort haben nur noch wenige Hotels geöffnet. Grund dafür sind die Schneeverhältnisse. Die Gäste können nur noch auf der Ostseite des Tals die Pisten runterbrettern. Die Anlagen auf der Westseite haben bereits geschlossen. Der zweite Grund, warum einige Betriebe die Wintersaison frühzeitig beendet haben, seien die späten Ostern, sagte Tourismusdirektor Bruno Fläcklin gegenüber Radio Südostschweiz. Für die Gäste sei es ein grosser Unterschied, ob Ostern Anfang oder erst Mitte April ist.

 

Zum aktuellen Buchungsstand in den Hotels auf der Lenzerheide äusserte sich Fläcklin nur schwammig: «Wir haben Buchungen, erwarten aber noch mehr.» Es sieht also nicht so aus, als ob Ostern eine schwache Saison retten würde, zumindest nicht auf der Lenzerheide. Auch Markus Berger von Schweiz Tourimus rechnet nicht damit, dass Ostern die schwache Wintersaison zu einem «Boom-Winter» umkehren könne.

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